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Start des Modellprojekts Balance?Check!

Digitaler Ressourcen-Belastungs-Monitor wird für hessische Kitas entwickelt

29. September 2026
Mit dem Balance?Check! entsteht ein digitaler Monitor für Kitas in Hessen, der Ressourcen und Belastungen im Arbeitsalltag sichtbar macht. So sollen gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen gezielter unterstützt werden. Am 18. August 2026 kamen die Projektbeteiligten zum offiziellen Auftakt bei der HAGE zusammen.
Offizieller Auftakt für das Modellprojekt Balance?Check! am 18. August 2026 bei der HAGE
Staatssekretärin Katrin Hechler (5. v. l.) übergibt den Förderbescheid an die Projektleitungen Prof. Dr. Anja Voss (6. v. l.) und Prof. Pjotr Dabrowski (7. v. l.).

Hohe Arbeitsbelastungen, Fehlzeiten und Fachkräftemangel stellen die Kindertagesbetreuung in Hessen vor große Herausforderungen. Um Fachkräfte langfristig gesund zu erhalten und Träger bei der Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen bedarfsgerecht zu unterstützen, braucht es eine verlässliche Grundlage: Ressourcen und Belastungen im Kita-Arbeitsalltag müssen hierzu systematisch erfasst und sichtbar gemacht werden.

Genau hier setzt das Modellprojekt Balance?Check! – Digitaler Ressourcen-Belastungs-Monitor für Kitas in Hessen (REBE-H) an. Mit dem Projekt wird das wissenschaftlich fundierte und in der Praxis erprobte Instrument REBE für Hessen weiterentwickelt. Es wird fachlich aktualisiert und an die Bedingungen der hessischen Kindertagesbetreuung angepasst. In diesen Prozess werden unter anderem Kitas, Trägerorganisationen und Fachberatungen einbezogen. Datenschutz, Datensicherheit und Benutzerfreundlichkeit haben bei der Entwicklung und späteren Nutzung eine hohe Priorität.

Ressourcen und Belastungen sichtbar machen

Der digitale Monitor erfasst zentrale Ressourcen und Belastungen im Kita-Arbeitsalltag. Dazu gehören unter anderem Arbeitsorganisation, Teamarbeit, Anerkennung, Rahmenbedingungen sowie fachliche und persönliche Anforderungen.

Die Ergebnisse sollen Kitas dabei unterstützen, vorhandene Stärken zu erkennen, Belastungen frühzeitig wahrzunehmen und geeignete Maßnahmen für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen abzuleiten. Ziel ist es, die Gesundheit von Kita-Fachkräften auf systemischer, organisationaler und individueller Ebene langfristig zu stärken. Die Kindertagespflege wird von Beginn an in die Überlegungen einbezogen.

Vom Modellprojekt zum hessenweiten Angebot

Im Projektverlauf wird Balance?Check! zunächst in Kitas erprobt. Anschließend soll das digitale Instrument allen hessischen Kitas als freiwilliges und kostenfreies Angebot zur Verfügung stehen. Begleitend sind Informations- und Beratungsangebote für Kitas, Trägerorganisationen, Fachberatungen und weitere Beteiligte vorgesehen.

Offizieller Projektauftakt bei der HAGE

Am 18. August 2026 kamen die Projektverantwortlichen und weitere am Projekt Beteiligte zum offiziellen Auftakt bei der HAGE zusammen. Gemeinsam mit Staatssekretärin Katrin Hechler wurden die Ziele des Projekts und die nächsten Schritte in den Blick genommen.

Die Rolle der HAGE

Die Fachstelle Gesundheitsfördernde Kita bei der HAGE ist Projektpartnerin und übernimmt eine zentrale Schnittstellenfunktion. Sie koordiniert die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen in Hessen und bringt die Perspektiven aus dem Fachfeld Kita in das Projekt ein.

Darüber hinaus unterstützt die Fachstelle Träger und Kitas dabei, die Ergebnisse des Balance?Check! einzuordnen und daraus geeignete gesundheitsförderliche Maßnahmen abzuleiten. Gemeinsam mit den Beteiligten werden Beratungs- und Unterstützungsstrukturen entwickelt. So sollen die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis übertragen und Prozesse der gesundheitsförderlichen Organisationsentwicklung gezielt begleitet werden.

Zugleich übernimmt die Fachstelle die Ländervertretung und bildet eine Brücke zwischen Praxis und Wissenschaft.

Projektpartner und Förderung

Das Projekt Balance?Check! wird von der Alice Salomon Hochschule Berlin unter der Projektleitung von Prof. Dr. Anja Voss und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin unter der Projektleitung von Prof. Dr. Pjotr Dabrowski getragen. Die wissenschaftliche Beratung übernimmt Prof. i. R. Dr. Susanne Viernickel.

Das Projekt wird wie die Fachstelle Gesundheitsfördernde Kita durch das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales gefördert und läuft zunächst bis März 2029.